Reit- und Fahrverein Wiesloch e.V. Reit- und Fahrverein Wiesloch - Turnier 2007
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Presseberichte

RNZ 14. Mai 2007, von Roland Kern

Die kleine Schäfer mischt schon mit
S-Siege beim Wieslocher Reitturnier für Franz Salzgeber

Wiesloch. Über die höchsten Stangen kann sie gar nicht darüberschauen - aber darüber springen. Armin Schäfer, der erfolgreichste Mannheimer Springreiter aller Zeiten, mehrfacher Landesmeister und 2004 Sieger des berühmten Badenis-Springens, hat jetzt familiäre Unterstützung von seiner jüngeren Schwester Anna-Elisa erhalten. Beim Turnier in Wiesloch mischte das erst 13-jährige Riesentalent mit dem Figürchen einer Balletttänzerin sogar schon bei den Großen mit. Auf Pretty Pearl, einer Stute aus eigener Zucht und Schäferscher Ausbildung, platzierte sie sich im Punkte-S-Springen. Da werden natürlich Erinnerungen wach. Auch ihr großer Bruder sattelte mit 13 Jahren nach und nach vom Pony aufs Großpferd um und begann seine Karriere. Berufsreiterin will Anna-Elisa Schäfer, genannt "Angie", aber nicht werden. Tierärztin lautet ihr Berufswunsch.

Der Wieslocher Reitverein bot bei seinem "6. Reitsport-Highlight" hochklassigen Pferdesport. Franz Salzgeber, mit allen Wassern gewaschener Pferdehändler aus Philippsburg, siegte mit einem Teufelsritt zunächst am Samstagabend im "Punkte-S-Springen" auf dem routinierten Wallach Livius. Armin Schäfer brauchte auf seinem zehnjährigen Schimmelwallach Chiwago fast vier Sekunden mehr - und das sind schon Welten im Parcours. Christopher Kurz aus Oberdingen ritt seinen erst achtjährigen Oldenburger Lois auf den dritten Platz. Dieses Pferd hinterließ erneut einen bleibenden Eindruck bei der Fachwelt. Ralf Müller, Schimmelreiter aus reilingen, steuerte sowohl Corrieda als auch Costello "ins Geld", dies gelang ebenso dem Rohbacher Kämpfer Reiner Engelhorn auf Graf Gayden und dem Wieslocher Reitlehrer und Lokalmatador Joachim Ertz auf Cliff.

Engelhorn bewies seine Form auch mit einem Sieg im M-Springen. Zu den M-Siegern in Wiesloch gehörte auch Markus Stephan aus Eppelheim auf Poor Boy und Jeremy John Hale, der für Leimen startet, auf Salomee.

Zu den beständigsten jungen Reitern in Wiesloch gehörte auch Maren Wittenborn, die es auch verstand, junge Pferde glänzend vorzustellen. In einer Springpferdeprüfung Kl. A schaffte sie das Kunststück, drei Pferde auf den ersten drei Rängen zu platzieren: Condor, Contendor und Zaubermaus. Die angehende Berufsreiterin mat mittlerweile sogar internationale Erfolge zu vermelden.

Wichtigster Wettbewerb im Parcours was das S-Springen mit Stechen. Der Ausgang war kurios, nämlich exakt der selbe wie am Vortag. Wieder war Franz Salzgeber auf seinem Livius nicht zu schlagen. Wieder hatte Armin Schäfer auf Chiwago das Nachsehen. Aber die Freude der Wieslocher war natürlich groß, als Joachim Ertz seinem sprunggewaltigen Wallach Cliff so flott machte, dass es für Platz drei reichte. Hunderte Besucher feuerten den Lokalmatador an.

Dich wichtigste Dressurprüfung, ein Wettbewerb der Kl. M, gewann die Heidelbergerin Simone Kinzinger auf Rero vor Laura Bach aus Walldorf auf Valets.

Die Turniersaison der Reiter ist im vollen Gange. Nächstes Wochenende, auf der Anlage des Heidelberger Reitervereins, messen sich die Reitsportler der Region bei den Kreismeisterschaften. Außerdem stehen Dressuren bis zur schweren Klasse an.

Reiterjournal 15. Mai 2007

Wiesloch: Erfolgreiches Wochenende für Franz Salzgeber

Franz Salzgeber (RV Phillipsburg) konnte beim Turnier in Wiesloch bei Heidelberg beide S-Springen für sich entscheiden. Im Sattel seines Wallach Livius verwies er kurioserweise den Mannheimer Armin Schäfer jeweils auf den zweiten Platz. Den dritten Rang belegte einmal Christopher Kurz aus Oberderdingen, im zweiten Springen wurde Lokalmatador Joachim Ertz Dritter.

RNZ 16. Mai 2007

Beste Noten und viel Lob für die Organisation
Der Reit- und Fahrverein veranstaltete das 6. Wieslocher Pferdesport-Highlight

Wiesloch.  (ron) Constanze Purrucker trug einen wichtigen Button an der Bluse. "MOD" stand dort. Da mancher Wieslocher zwischen MLP und Druckmaschinen mittlerweile weiß, dass diese Abkürzung für den internationalen Handelschef "Manager of Duty" steht. dürften sich einige zurecht gewundert haben. Nein, keine Sorge, dermaßen abgehoben sind die Wieslocher Reitersleute natürlich nicht, dass sie sich bei ihrem Reitturnier am Wochenende hochtrabende Titel verliehen hätten. Das "MOD" war ein Witz. Constanze Purrucker, Voltigier-Trainerin im Reitverein und Frau des ersten Vorsitzenden Joachim Purrucker, lachte: "Das steht für Master of Desaster", soviel wie Beherrscher des Durcheinanders.

Erstens blieb das "Desaster" beim 6. Wieslocher Pferdesport-Highlight aus - vielmehr verdiente sich das Team beste Noten und viel Lob für die perfekte Organisation. Und zweitens beweist die Anekdote, dass die Vorstandschaft des Wieslochers Reitvereins inklusive Turnierleiter Andreas Wagner und Reitlehrer Joachim Ertz trotz des Organisations-Stresses noch Zeit für Späße hat.

Der Reitverein gab am Wochenende ein ausgezeichnetes Bild ab. Nicht nur, dass Joachim Ertz im Springsport vorne mitmischte. Wichtigster Wettbewerb im Parcours war am Sonntag das S-Springen mit Stechen am Sonntag Nachmittag: Die Freude der Wieslocher war natürlich groß, als Joachim Ertz seinen sprunggewaltigen Wallach Cliff so flott machte, dass es für Platz drei reichte Hunderte von Besuchern feuerten den Lokalmatador an.

Die Reiter der Region nahmen es mit Freude zur Kenntnis, dass der Wieslocher Reitverein wächst und hervorragende Jugendarbeit abliefert. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich, denn viele Vereine klagen schwer über die Konkurrenz aus den privaten Reiterhöfen.

Fünf vereinseigene Schulpferde werden gehätschelt wie Olympiapferde, dürfen jeden Tag auf die Weide und werden maximal zwei Stunden am Tag eingesetzt. An der Seite von Turnierausbilder Joachim Ertz wirkt noch Frauke Knopf, sie ist immerhin B-Trainerin, die zweithöchste Stufe, die ein Amateur-Reitlehrer erklimmen kann. Kein Wunder, dass die Reitstunden im Moment ausgebucht sind. "Wir haben etwas 300 Mitglieder, Tendenz steigend", berichtete Frauke Knopf, die beim Turnier gemeinsam mit Profi Ralf Zinsmeister auch die Meldestelle leitete. "Wir sind ein kleines, aber starkes Team", schmunzelte sie. Vorstand Purrucker verteilte in jeder der rund 30 Siegerehrungen selbst die Ehrenpreise.

Die Wieslocher Schulpferde, zum Beispiel der Wallach Win for me oder das Kleinpferd Mahagoni, sind sogar so gut ausgebildet, dass sie mit den Vereinsjugendlichen selbst am Turnier teilnehmen konnten. Win for me sprang einmal vor einem Hindernis sogar so kräftig ab, dass seine Reiterin im hohen Bogen aus dem Sattel fiel - aber das Mädchen lachte hinterher sogar, so stolz war sie auf ihr Ross. Das unfreiwillige Absteigen gehört eben zum Reiten dazu - auch das lernt man in Wiesloch.

WieWo, 24. Mai 2007

Wieslocher Reitsport - ein echtes Highlight!

(cp) Zum 6ten Mal jährte sich am vorletzten Wochenende das Wieslocher Reitsport-Highlight und wie auch die Jahre zuvor bestätigten Reiter und Zuschauer das, was Veranstalter gerne hören. Ein Turnier mit Herz sei diese Veranstaltung, sportlich und organisatorisch auf hohem Niveau, ein Zuschauermagnet nicht nur wegen der reiterlichen Leistungen, sondern wegen der Gesamtgestaltung.

Und genau dafür hatten die Organisatoren und ihre Helfer schwer geschuftet, die immer kleiner werdende Mannschaft angespornt und die fehlenden Hände durch Routine ersetzt. Und durch die tatkräftige Unterstützung der Jugendlichen des Vereins, ohne deren Hilfe so manches Projekt in der Vorbereitung nicht umzusetzen gewesen wäre.

Der Wettergott bemühte sich ebenfalls und so konnten die Prüfungen auf dem Springplatz und dem wieder einmal von Blumen Wasmer bunt geschmückten Dressurviereck im Trockenen stattfinden. Auch die Schaunummern der erfolgreichen Schatthäuser Trialfahrer Thomas und Matthias Mrohs und der Einzelvoltigierer Iris Weigel, Katharina Ziehensack und Ann-Christin Soder waren von der Sonne beschienen.

Und als es nicht nur Fremdreitern, sondern auch den Eigengewächsen des Vereins gelang in der einen oder anderen Prüfung bis nach vorne aufs „Treppchen“ zu reiten, fand die Hochstimmung des Publikums zu ihrem Höhepunkt.

Ein gelungenes Reitturnier eben, das 6. Wieslocher Reitsport-Highlight !